Erkrankungen

Bösartige (maligne) Tumorerkrankungen können sowohl in heilender (kurativ) als auch in lindernder Absicht (palliativ) mit dem Ziel der Schmerzreduktion und der Verbesserung der Lebensqualität behandelt werden.
1. Kurative/heilende Behandlung

Tumorerkrankungen, die auf das Ursprungsorgan begrenzt sind und ggf. benachbarte Lymphknoten befallen haben, werden kurativ behandelt.

Die kurative Strahlentherapie hat die vollständige Heilung des Patienten zum Ziel.

Diese Tumoren, die keine Fernmetastasen aufweisen, werden, wenn möglich, operativ entfernt.

Bei den meisten Tumoren ist die Weiterbehandlung mittels Strahlentherapie sinnvoll, um das Rückfallrisiko zu reduzieren und damit die Heilungschancen beträchtlich zu erhöhen (z. B. Brustkrebs).

Um die Wirksamkeit der Strahlentherapie zu verbessern, wird bei einigen Tumorerkrankungen die Bestrahlungswirkung durch die Kombination mit einer Chemotherapie/Immuntherapie erhöht (Kopf-Hals Tumore/ Tumore des Enddarms).

Ist eine operative Entfernung des Tumors nicht möglich, weil dadurch der Erhalt bzw. die Funktionsfähigkeit des Organes beeinträchtig werden würde (Lungentumore/Kopf-Hals Tumore), wird eine sofortige Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie oder Immuntherapie durchgeführt. Bei Prostatakrebs zeigt der Einsatz der alleinigen Strahlentherapie gleiche Heilungschance wie ein operativer Behandlungsansatz.

Die Entscheidung, welche Therapie bei welchem Tumor angewendet wird, legen Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachdisziplinen in interdisziplinären Konferenzen (sogenannte Tumorboards), gemäß Leitlinien der deutschen Krebsgesellschaft und der jeweiligen einzelnen Fachgesellschaft, fest.

 
2. Palliative/symptomlindernde Behandlung

Bei Tumoren, die bereits Metastasen aufweisen bzw. nicht mehr auf ein Organ begrenzt sind, geht man eher nicht von einer heilbaren Erkrankung aus. Das Therapieziel besteht darin, die durch die Tumorerkrankung verursachten Beschwerden, wie zum Beispiel Schmerzen oder Luftnot, zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Durch Bestrahlung von schmerzhaften Knochenmetastasen können Schmerzen gelindert und Knochenbrüche verhindert werden.Drückt ein Tumor auf die Bronchien oder auf die obere Hohlvene entsteht Atemnot. Die präzise Bestrahlung dieser Metastasen, lässt diese schrumpfen und lindert somit die Atemnot.

Streut der Tumor in das Gehirn (Hirnmetastasen) entstehen Lähmungen, Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen. Durch die Bestrahlung der Hirnmetastasen werden diese in ihrem Wachstum gehemmt oder bestenfalls zum Verschwinden gebracht.

Hierdurch verbessert sich die Lebensqualität und Lebenszeit – die Lebenserwartung der behandelten Patienten steigt.

Hauptanwendungsgebiete der kurativen und palliativen Behandlung im Bereich der bösartigen Erkrankungen (sowohl kurativ als auch palliativ):

• Brustkrebs
• Prostatakrebs
• Darmkrebs
• Lungenkrebs
• Gynäkologische Tumoren
• Harnblasenkrebs
• Speiseröhrenkrebs
• Magenkrebs
• Weichteiltumore
• Karzinome im Bereich Hals/Nasen, ‎Mund/Kiefer und Gesicht

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